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„Juniorwahl“ 2020 – FHG Schüler wählten digital

Die „Juniorwahl“ ist ein Projekt, das am Franz-Haniel-Gymnasium bei jeder Wahl durchgeführt wird. Organisiert wird diese von der Fachschaft Sozialwissenschaften, in diesem Jahr von den SoWi-Lehrern Benjamin Schwale und Stefan Hinkel. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, sowie die Schülerinnen und Schüler Klassen 9 hatten die Möglichkeit, vom 9.12. bis zum Ende der Wahl am 13.09.2020 um 18 Uhr ihre Stimme abzugeben.

Zur diesjährigen Kommunalwahl unter Pandemie bedingten Hygieneregeln mussten andere Wege gefunden werden, denn eine Wahl mit Massenandrang in der Aula war nicht möglich. So entschieden die Organisatoren, die „Juniorwahl“ in diesem Jahr online durchzuführen. Nach Klärung aller datenschutzrelevanten Fragen entschied man sich für das schulinterne Umfrage-Tool. Aus der Not konnte somit eine Tugend gemacht werden und spannende Fragen und Probleme eines Teils der sogenannten „E-Democracy“ können daran bearbeitet werden.

Die Wahlbeteiligung betrug 41%. Die Ergebnisse führen in weiten Teilen den Trend der Juniorwahlen der letzten Jahre fort. Die Grünen werden auch bei den Juniorwahlen zur Kommunalwahl klarer Wahlsieger mit knapp über 30% bei den Ratswahlen und sogar 37% bei den Wahlen zum Ruhrparlament. Scheinbar sprechen die Grünen mit ihrem Kernthema, dem Umweltschutz, die junge Generation besonders an. Die zunehmende Bedeutung des Umwelt- und Tierschutzes zeigt sich auch am, im Verhältnis zur „echten Wahl“ überdurchschnittlich guten Ergebnis der Tierschutzpartei, welche in allen Wahlen etwa 5% der Stimmen erhält. Die Volksparteien CDU und SPD schnitten im Verhältnis zueinander ähnlich wie bei der wirklichen Kommunalwahl ab. Jedoch bleiben sie am FHG etwa 10% (teils mehr) hinter den Wahlergebnissen der Kommunalwahl zurück. Insgesamt betrachtet zeigt sich, dass sich die, auch in der realen Politik zu beobachtende, Ausdifferenzierung des Parteienspektrums fortsetzt. So erhielten bei den Wahlen zum Stadtrat acht Parteien etwa 5% der Stimmen oder mehr.

Was also haben wir von der Juniorwahl mitgenommen? Viele der Schülerinnen und Schüler haben durch diese Wahl einen ersten Vorgeschmack darauf bekommen, was es bedeutet, sein aktives Wahlrecht zu nutzen und bei vielen jungen Menschen wurde das Interesse an Politik geweckt. Viele „echte“ Erstwähler nutzten die Gelegenheit, sich über die Juniorwahl bereits im Vorfeld zu informieren und auf den „echten“ Wahlgang am Sonntag vorzubereiten.  Dabei half ihnen auch eine breite Übersicht über die Inhalte der Parteien, welche Herr Schwale den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt hat und eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung ermöglichte. Die Inhalte stammten von den Parteien selbst, welche diese nach Anfrage der Lehrkraft freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

„Die Juniorwahl stellte sich am Franz-Haniel-Gymnasium als voller Erfolg für die politische Bildung und als erkenntnisreiche Studie über das Wahlverhalten junger Menschen in unserem Ort heraus. Junge Menschen sind unserer Meinung nach alles andere als unpolitisch“, resümierten die Organisatoren bei der Präsentation der Ergebnisse mit Schulleiter Norbert Thummes.

FHG-SchülerInnen wählten "ihr" EU-Parlament

Am Homberger Franz-Haniel-Gymnasium durften die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-Q1 im Rahmen der Juniorwahl zur Europawahl selbst an die Wahlurnen und so Demokratie live erleben. Die Fachschaft Sozialwissenschaften organisierte die Teilnahme unter der Leitung der Lehrer Jörn Woudboer und Benjamin Schwale. Finanziell unterstützt wurde das Team des FHG dabei freundlicherweise von Herrn Mahmut Özdemir (MdB) mit dem Kauf einer „Demokratieaktie“. Herr Özdemir vertritt als direktgewählter SPD-Abgeordneter im Deutschen Bundestag den Wahlkreis Duisburg II und ist als ehemaliger Schüler des Gymnasiums eng mit dem FHG verbunden.

Mit einer Wahlbeteiligung von fast 50% nahm ein großer Teil der wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler des FHG an der Wahl teil. Das Besondere für sie: während die Erwachsenen erst am Sonntag, den 25. Mai wählen durften, standen den Jugendlichen bereits seit Dienstag die Wahlkabinen offen. Nach etwas verhaltenem Beginn bildete sich schon bald eine lange Schlange am Wahlbüro des FHG. Einige Schülerinnen und Schüler boten sich gar als freiwillige Wahlhelferinnen und -helfer an. Wie bei der echten Wahl galt es für diese, Wahlbenachrichtigungen zu kontrollieren, das Wählerverzeichnis zu pflegen, Wahlscheine auszuhändigen und Hilfestellung zu geben. Zudem halfen die Jugendlichen bei der Auszählung und durften somit als erste das Endergebnis des FHG erfahren. Leider mussten sie dies dann noch bis Sonntag um 18 Uhr geheim halten, da erst dann auch die Ergebnisse der bundesweiten Juniorwahl veröffentlicht wurden.

Im Vorfeld der Wahl setzten sich die jungen Wählerinnen und Wähler im Politikunterricht mit den Parteien und ihren Inhalten auseinander, lernten das Wahlsystem zum Europaparlament kennen und beschäftigten sich im Unterricht mit den politischen Institutionen und Prozessen in Brüssel, bzw. Europa. So gestalteten Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse im Politikunterricht von Herrn Woudboer Plakate, anhand derer sich auch ihre Mitschüler über die Parteien und ihre Wahlprogramme erkundigen konnten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler ökologischen Themen offenbar große Bedeutung beimessen. Deutlicher Wahlsieger waren die Grünen, welche 33% der Stimmen auf sich vereinigen konnten. An zweiter Stelle lag mit 23% die SPD. Neben den Grünen konnten auch diverse Tierschutz- und andere ökologische Parteien Stimmen erlangen. Der geringe Anteil von nur 2 ungültigen Stimmen zeige zudem, dass die Schülerinnen und Schüler den Wahlakt verstanden hätten und fit für die echten Wahlen seien, so das Fazit der verantwortlichen Lehrer. Genauere Analysen und Auswertungen der Bundesergebnisse der Juniorwahl finden interessierte Leserinnen und Leser unter: https://www.juniorwahl.de/europawahl-2019.html.

Nach der Bundestagswahl 2017 nahm das FHG in diesem Mai zum 2. Mal an der Juniorwahl statt und sie war auch diesmal ein voller Erfolg, resümiert Benjamin Schwale und betont die Schülerinnen und Schüler seien froh und stolz gewesen, ihre Stimme abgeben zu können. Norbert Thummes, der Schulleiter des FHG fügt hinzu, wie wichtig die Juniorwahl für das Interesse der Jugendlichen an demokratischer Mitbestimmung sei. Ziele der Teilnahme seien dabei unter anderem die Stärkung des Urteilsvermögens und die Förderung der politischen Meinungsbildung. Die Juniorwahl senkt die Hemmschwelle beim ersten Gang zur Wahlurne und ist ein bedeutsamer Baustein zur Förderung der politischen Meinungsbildung junger Menschen.

Erste Junior-Wahl am FHG

Die Juniorwahl ist ein bereits seit längerem bestehendes Projekt des Deutschen Bundestags, das am FHG nun zum ersten Mal durchgeführt wurde. Organisiert wurde diese von der Fachschaft Sozialwissenschaften. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, sowie einige Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 hatten die Möglichkeit, während der einstündigen Mittagspause in das Wahlbüro (Schulaula) zu kommen und ihre Stimme abzugeben. Dort waren, der Wirklichkeit gemäß, Wahlkabinen aufgestellt, in denen man nach Vorzeigen der zuvor erhaltenen Wahlbenachrichtigung und des (Schüler-)Ausweises seinen Wahlzettel erhielt, auf dem man Erst- und Zweitstimme abgeben konnte. Sowohl die Wahlscheine, als auch die Wahlbenachrichtigungen waren originalgetreu gestaltet und Wahlhelfer des Zusatzkurses Sozialwissenschaften der Stufe Q2, unter Leitung von Herrn Hinkel, kontrollierten den rechtmäßigen Verlauf der Wahl.

Insgesamt lag die Wahlbeteiligung zwischen 40-50%. Manche Klassen haben eine Wahlbeteiligung von weit über der Hälfte, wobei die Wahlbeteiligung in der 12. Klasse am höchsten war.

Mit überragender Mehrheit wurde Mahmut Özdemir als Erstmandat gewählt. Dass er selbst einst Schüler am FHG war, wird sicherlich ebenso ein Faktor sein, wie der "Bonus" des Amtsinhabers. Neben der SPD wurden überwiegend andere große Parteien wie CDU und GRÜNE gewählt. Obwohl die Juniorwahl in diesen Punkten also dem aktuellen Bundesdurchschnitt entspricht, gab es auch einige Abweichungen: die AfD beispielsweise hat, im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt, nur 7,7% der Stimmen erhalten, während sie bei der Bundestagswahl am 24.09.2017 12,6% erreichte. Die Bildung einer regierungsfähigen Koalition dürfte sich bei den vorliegenden Wahlergebnissen jedoch als schwierig erweisen. Einzig eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen erreicht die nötige Parlamentsmehrheit. Da es keine ungültigen Stimmen gab, kann man davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler den Wahlablauf verstanden und die Wahl ernst genommen haben.

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Was also haben die Schülerinnen und Schüler von der Juniorwahl mitgenommen? Viele haben durch diese Wahl einen ersten Vorgeschmack darauf bekommen, was es bedeutet, sein aktives Wahlrecht zu nutzen und bei vielen jungen Menschen wurde das Interesse an Politik geweckt. Obwohl es die erste Juniorwahl am FHG war, wurde die Wahl äußerst positiv aufgenommen. Insbesondere die älteren Klassen haben mit großem Enthusiasmus an der Wahl teilgenommen.

Alles in Allem stellte sich die erste Juniorwahl am Franz-Haniel-Gymnasium als voller Erfolg für die politische Bildung und als erkenntnisreiche Studie über das Wahlverhalten junger Menschen in Duisburg heraus.