Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

Vom Roten Tee zur Stromerzeugung

Die Grätzelzelle im Biologieunterricht

tl_files/fhg/faecher/bi/AusDemUnterricht/Tee2Strom/IMG_0200.JPGDer 16. November war kein gewöhnlicher Tag für die Schüler/innen des LK Biologie am Franz-Haniel-Gymnasium.

In einer Reihe von Stunden sind sie unter anderem über  selbsterstellte Slow-Motion-Filme, die Bläschenzählmethode und das Isolieren einer Rohchlorophyll-Lösung zwecks Überprüfung des  Absorptionsspektrums unter Anleitung ihres Biologielehrers René Immig in die tieferen Geheimnisse der Photosynthese eingedrungen.

Jetzt stand der Besuch eines Doktors der Biologie auf dem Programm, der etwas Besonderes im Gepäck hatte:  Die Möglichkeit mit Hilfe von Hagebuttentee Strom herzustellen. Das geht!

Dr. Tim Fechtner  – übrigens ein ehemaliger Schüler des FHG - hatte alles im Gepäck um dieses Kunststück mit den Schülerinnen und Schülern durchzuführen. Schnell stellte sich heraus, dass das ein Lehrstück für angewandte Bio-Chemie-Physik war. Da ging es um die Eigenschaften eines roten Farbstoffes aus der Gruppe der Anthocyane, um die Frage, wie man Strom misst und was ein Halbleiter ist und was eine leitfähige Lösung leisten muss.

tl_files/fhg/faecher/bi/AusDemUnterricht/Tee2Strom/IMG_0192.JPGDie Gruppe baute in Partnerarbeit nach ihrem Erfinder Grätzel-Zellen genannte Einheiten, erzeugte so mittels Sonnenenergie Strom und fand sich Im Reich der Biotechnologie wieder. Plötzlich kam Bewegung in die Gruppe, als diese ihre in Reihe geschaltete Grätzelzellen zwecks besserer Aufladung durch die Sonne auf den Schulhof brachten und einen Endverbraucher ans Laufen brachten: Musik erscholl.

Zu erfahren war, dass diese Technik bereits Anwendung in Form von entsprechend präparierter Folie findet, die z.B. auf einen Rucksack geklebt bei einem Spaziergang den Akku eines Handys aufladen kann.

Tim Fechtner lieferte die theoretischen Hintergründe, half bei der praktischen Arbeit in den Teams, zeigte Anwendungsmöglichkeiten auf und konnte so die Faszination der Naturwissenschaft greifbar machen.

Der promovierte Biologe stand im Anschluss daran noch für Gespräche zur Verfügung und bot kompetenten Rat bei Fragen zu Studium/Ausbildung in den Biowissenschaften.