Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

Abiturjahrgang 2019 des Franz-Haniel-Gymnasiums feierlich verabschiedet

In der Homberger Kirche St. Johannes wurden die 127 Abiturientinnen und Abiturienten des Franz-Haniel-Gymnasiums im Beisein ihrer Familien jetzt feierlich verabschiedet und bekamen ihre Abiturzeugnisse ausgehändigt. Die große Feier des Abiturjahrgangs, der Abiball, findet am letzten Schultag in der MSV-Arena statt.
In seiner Rede zu diesem feierlichen Anlass betonte der Schulleiter des FHG Norbert Thummes die hervorragenden Ergebnisse dieses Abiturjahrgangs. Von den insgesamt 127 Abiturientinnen und Abiturienten haben 25% einen Schnitt mit  einer 1 vor dem Komma erzielt. Beste Schülerin des Jahrgangs ist Marsha Maibaum mit 860 von 900 erreichbaren Punkten im Abitur. Bester Schüler ist Nico Imenkamp mit 833 Punkten. Beide haben somit mit einem Schnitt von 1,0 ein traumhaftes Ergebnis. Der Schulleiter betonte allerdings, dass man bei aller berechtigten Euphorie über diese herausragenden Erfolge nicht vergessen darf, dass alle Abiturientinnen und Abiturienten auf sich und die erbrachten Leistungen stolz sein dürfen.
Ein besonderer Dank für die Unterstützung gelte neben den Familien und Freunden der Abiturientinnen und Abiturienten auch ihren Lehrerinnen und Lehrern, insbesondere den Jahrgangsstufenleitern Herrn Immig und Herrn Neuhaus und dem mittlerweile pensionierten Leiter der Oberstufe Herrn Olschowka sowie seinem kommissarischen Nachfolger Herrn Zwering.
Das diesjährige Abiturmotto "Trabi - 12 Jahre darauf gewartet" zeige, so der Schulleiter, das Geschichtsbewusstsein der jungen Menschen. Im Unterschied zum Trabi habe das Abiturzeugnis aber ein ganzes Leben lang Bestand und er wünsche ihnen viel Erfolg für ihren zukünftigen Weg. Er ermutigte sie in ihrem Leben stets neugierig zu bleiben und mit ihren Fähigkeiten einen verantwortlichen Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Dass man dabei auch mit Rückschlägen und Fehlern rechnen müsse, verdeutlichte der Schulleiter mit einem Zitat des im letzten Jahr im Alter von 91 Jahren verstorbenen Gründers der Möbelkette Ikea, Ingvar Kamprad. Auf die Frage nach seinem Erfolgsgeheimnis sagte dieser einmal: "Niemand hat mehr Fehler gemacht als ich!" Aber aus Fehlern könne man lernen und diese sogar in Stärken umwandeln. In seinem Testament war einer seiner Lieblingssätze zu lesen: "Das meiste ist noch ungetan. Wunderbare Zukunft!"
Zum Abschied wünschte Schulleiter Norbert Thummes den erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten auch im Namen des Lehrerkollegiums das notwendige Durchhaltevermögen und das Selbstvertrauen für die Herausforderungen der Zukunft, die Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft und die Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele.

"Das Verhör" am FHG

"Glauben Sie ernsthaft, man wird auf 'ne Party eingeladen, wenn man überall erzählt, dass man gemobbt wird? Never ever“. So Christoph, einer der beiden Charaktere in der Aufführung des Duisburger Kom’ma-Theaters, das am 24. Mai und am 14. Juni zu Gast in unserer Schule war.

In dem Stück, das alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 besucht haben, ging es um die für Jugendliche zentrale Frage des Andersseins und wie dieses Sein nur allzu oft zu Mobbing führt. "Das Verhör", so das Kom’ma-Theater über sein Stück, ist "über Mobbing und Cybermobbing, über Mobbing-Fallen und Mobbing-Fälle, über die Bilder und Geschichten, die wir dazu im Kopf haben". Anders als bei üblichen Theaterbesuchen, gibt es keine eigentliche Bühne, denn das Klassenzimmer wird selbst zum Ort des Geschehens, die Schülerinnen und Schüler werden zu Beteiligten, die das Spiel zwischen der Kommissarin (Stephanie Lehmann) und dem vermeintlichen Täter (Elias Ordelmans) als Klassengemeinschaft verfolgten. Und wie im richtigen Leben, ist nicht alles so einfach, wie es anfangs scheint.

Ergänzt wurde das eigentliche Theaterspiel durch eine abschließende Gesprächsrunde mit den Schauspielern, wobei die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit erhielten, über das Gesehene zu sprechen.

Ausdrücklich dankt das Franz-Haniel-Gymnasium der Sparkassen-Stiftung "Unsere Kinder -Unsere Zukunft" für die großzügige Unterstützung, durch die die vier Aufführungen erst möglich geworden sind.

"Kill Ill" - Der "Besuch der alten Dame" am FHG

Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen und der Oberstufe des Franz-Haniel-Gymnasiums, die sich im Deutschunterricht mit Dürrenmatts Dramen „Besuch der alten Dame“ und „Die Physiker“ auseinandersetzten, hatten vor den Osterferien Gelegenheit, eine Inszenierung des Hohenloher Figurentheaters in der Aula des FHGs zu sehen.

Das Ehepaar Sperling bringt seit 47 Jahren Stücke der Weltliteratur mit dem Figurentheater auf die Bühne und beweist eindrucksvoll, dass mit der Kunstform des Puppenspiels als eine der Urformen dramatischer Bühnenkunst auch heute noch Zuschauer gebannt werden können. Die mitgebrachte Kulisse für den „Besuch der alten Dame“ passte stimmig zum Kronleuchter der Aula des Homberger Gymnasiums, die mit den schweren roten Vorhängen verdunkelt wurde und für eine dem Stück entsprechende Atmosphäre sorgte.

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Unsere Garten-AG

Schulgarten und Gemüseanbau

Ethel Kurz. Bisher hat die Garten-AG, bestehend aus ca. 18 Schülerinnen und Schülern, Frau Schilling und mir, an der Pflege des Schulgartens gearbeitet, die Beete vorbereitet sowie das große Gelände gepflegt und bienenfreundliche Pflanzungen vorgenommen.

Am 1. April  war es dann soweit: Mit tatkräftiger Unterstützung der Ackermentoren ist die erste Gemüsepflanzung und -aussaat erfolgt.

Dazu kamen viel mehr Schülerinnen und Schüler als erwartet, was vielleicht auch an dem schönen Frühlingstag lag.

Beteiligt waren viele Schülerinnen und Schüler aus der 5b und 5c sowie aus den Jahrgangsstufen 7/8/10/11.

Der Schulleiter, Herr Thummes, Frau Voss, Frau Schilling und Herr Sprenger sowie Herr Grolmuss haben mit großem Interesse die Pflanzaktion verfolgt. Herr Weinand hat derweil dankenswerterweise mit viel Energie unliebsamere Gartenarbeit (Efeu beseitigen) verrichtet.

Gepflanzt wurden u. a. rote Beete, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Pflücksalat, Stangensellerie, verschiedenfarbige Kartoffeln, Fenchel, Zwiebeln, Mangold und Haferwurzel.

Das Ackerteam der "Gemüseackerdemie" hat uns Wesentliches zu den Pflanzen, deren Pflege und Bedürfnissen erklärt und gezeigt, wie man sie am besten handhabt, ohne sie zu verletzen, welche Pflanzen in welchem Abstand zueinander stehen müssen, welche nebeneinander gehören und dass man bis auf Kartoffeln und Bohnen (müssen gekocht werden, sie sind roh giftig) alle direkt vom Acker essen kann.

Dann wurden die Beete mit vorbereiteten Flatterbändern vor Tauben geschützt.

Die zweite Pflanzung/Aussaat wird voraussichtlich am 27.05. stattfinden. Auch die Kräuterspirale (Thymian, Rosmarin, Salbei, Zitronengras, Melisse, Oregano, Ysop, Koriander....) wurde neu bepflanzt, nachdem im letzten regenarmen und heißen Sommer viele Pflanzen vertrocknet waren.

Ziel der Arbeit ist, langfristig den Gemüseanbau durch Schulklassen / Lehrerinnen und Lehrer und Eltern zu etablieren, sodass viele Schülerinnen und Schüler den Garten dauerhaft  aktiv nutzen, verschiedene Gemüsepflanzen und Anbautätigkeiten kennen lernen sowie die Früchte ihrer Arbeit ernten, verarbeiten, essen und vielleicht sogar vermarkten. Auch unbekanntere Gemüsesorten (Palmkohl, Steckrüben, Mangold, Pastinaken, verschiedene Salate) können kennen gelernt und zubereitet werden.

Seit 2019 sind wir jetzt Ackerschule, d.h., wir haben einen Kooperationsvertrag mit der "Gemüseackerdemie" abgeschlossen, der die Nutzung unseres Schulgartens für drei Pflanzungen von verschiedenen Gemüsen in Folge sowie drei darauf ausgelegte Fortbildungen beinhaltet. Unser gewähltes Programm heißt „Schlauer Bauer“ - Stufe III. Nähere Infos sind unter www.gemüseackerdemie.de einsehbar.

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Argusaugen

tl_files/fhg/frontpage/BIO_LK_2016-11-15.JPGWieso hat der schwedische Systematiker Carolus Linnaeus, vielen besser bekannt Carl von Linné, einen Fasan auf den Namen Argusianus argus argus getauft? Wer war eigentlich der Namensgeber Argos? Und was hat das in einem Biologie-Leistungskurs zu suchen? Die Antworten finden sich in der Person des Professors der Sinnesphysiologie an der Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Klaus Lunau.
Der war nämlich der Einladung des LK-Lehrers René Immig gefolgt und hatte sich bereit erklärt von seinen Forschungsergebnissen zu erzählen. Unter der großen Überschrift „Mimikry“ (Signalfälschung) hat er von seiner Tätigkeit als Forscher berichtet, den eigens von der Schülergruppe erstellten Fragenkatalog souverän beantwortet und auch Anschauungsmaterial (Federn von eben jenem Fasanenmännchen  Argusianus spec ) im Rucksack gehabt. Illustriert hat er das durch zahlreiche Bilder und Folien in einem Vortrag, den er eigens von einer Tagung mitgebracht hat. Zum Thema Mimikry hat der Forscher auch ein Buch („Warnen, Tarnen, Täuschen“) verfasst.
Besagter Fasan hat übrigens zahlreiche Augenflecken auf seinen Armschwingen. Zur Erklärung dieser Augenflecken erläuterte Prof. Dr. Lunau, dass er die Augenflecken im Unterschied zu den bekannten, Linsenaugen imitierenden und abschreckend wirkenden Augenflecken auf den Flügeln von Schmetterlingen für Futterkornimitationen hält.
Zahlreiche Augen hatte auch das Ungeheuer Argos aus der griechischen Mythologie. Da Linné das (wie viele seiner Zeitgenossen aus der Forschergilde) wusste, wählte er diesen Namen für den Fasan.
Die Schülerinnen und Schüler des Bio-LK am Franz-Haniel-Gymnasium wissen es nun auch; schließlich sind sie auf dem Weg, die Forscher von morgen zu werden. Und sie sind in guter Gesellschaft, denn auch Charles Darwin hat von diesen Augenflecken zu berichten gewusst.