Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

Schüleraustausch Rouen 2011

Kommunikativer Ernstfall:
Austausch des Franz-Haniel-Gymnasiums mit der französischen Partnerschule Lycée Les Bruyères im Lande des Calvados

Im Mai besuchten im Rahmen des jährlichen deutsch-französischen Schüleraustausches 22 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 10/11 des Franz-Haniel-Gymnasiums mit ihren Französischlehrern Frau Hlawa und Herrn Feyen die französische Partnerschule Lycée Les Bruyères in der Normandie. Dieser regelmäßige Schüleraustausch hat am FHG eine lange Tradition. Bereits seit 1980 gibt es zwischen dem Homberger Gymnasium und dem Lycée Les Bruyères in Rouen eine offizielle Schulpartnerschaft.

Sich auf das Abenteuer Frankreich, Abenteuer fremde Menschen und Sitten, Abenteuer Sprache einzulassen erzeugt Schmetterlinge im Bauch, denn es bedeutet auch, das Eigene und Bekannte für das Fremde und Ungewohnte einzutauschen. Und so waren Schnecken in kräftiger Knoblauchsoße gefolgt von Austern und Froschschenkeln nicht für jedermann ein Festschmaus, aber „eine Erfahrung wert“.

Schüleraustausch mit Rouen
Die Austauschgruppe

Schnell stellten die Schüler jedoch fest, dass sich ihre Befürchtungen nichts zu verstehen und sagen zu können, nicht bewahrheiteten. Sobald kein Lehrer in der Nähe war, der mal eben übersetzen sollte, wurde erzählt und geflirtet, denn nicht jeder konnte dem Charme der Französinnen und Franzosen widerstehen.

ParisZusammen wurde die Umgebung erkundet. Paris - Stadt der Liebe, erste Eindrücke mit einer Bootstour auf der Seine gesammelt.

Unterm EiffelturmDas „Bateau Mouche“ führte uns unter romantischen Brücken vorbei an der majestätischen Tour Eiffel, dem imposanten Louvre, bis hin zur wunderschönen Île de la Cité, wo uns der Glöckner von Notre Dame entgegen winkte. Das sonnige Frühlingswetter lud zum Flanieren in den belebten Gassen im Quartier Latin ein. J’aime Paris!

Ein weiterer Tagesausflug führte nach Arromanches an die normannische Küste, wo 1944 die Alliierten gelandet sind. Ein Museum, die Überreste des künstlichen Hafens und mehrere Kriegsfriedhöfe mit ihren Tausenden von Kreuzen erinnern an die entsetzlichen Schlachten, die dort ausgefochten wurden. Und nur 60 Jahre später sitzen Deutsche und Franzosen friedlich und lachend nebeneinander...

Rouen SchüleraustauschSchließlich führte ein dritter Ausflug zunächst nach Etretat, wo auch der wanderfaulste Schüler die steilen Felsen erklomm, um dann die herrliche Aussicht auf das tiefblaue Meer, kleine Fischerboote und die berühmten Felsen zu bewundern. Bei herrlichstem Sonnenschein ging es weiter an der wunderschönen Küste entlang zu dem Künstlerdorf Honfleur mit seinem bezaubernden Hafen. Die Mädchenherzen ließ aber vor allem das schöne Städtchen Rouen selber höher schlagen, denn dort gibt es „soo tolle Geschäfte“, und besonders die unzähligen Schuhgeschäfte leerten so manch einen Geldbeutel.

Es gäbe noch so viel mehr zu erzählen: von den gemeinsamen Abenden, die Boule und Billard spielend verbracht wurden; von den Erfolgsgefühlen, wenn die Kletterwand in der Turnhalle des Lycées bis nach oben erklommen wurde, auch wenn der schöne Sportlehrer Yves am Seil kräftig ziehend nachhelfen musste. Die Tränen beim Abschied, die teilweise sogar auf französischer Elternseite vergossen wurden, zeugen von einer gelungenen und erlebnisreichen Woche. Auf der Rückfahrt schmiedeten die deutschen Schülerinnen und Schüler bereits Pläne für ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Franzosen in den Sommerferien. Das wär doch was!