Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

Biologie am FHG olympisch

Ein großer Teil des Leistungskurses Biologie der Jahrgangsstufe 12 (Q2) hat sich mit den Aufgaben der Biologie-Olympiade 2015 beschäftigt. Keine leichte Aufgabe, da sowohl experimentell als auch intellektuell gearbeitet werden musste. Aber die Mutigen ließen sich nicht schrecken, nahmen die ermunternden Worte des LK-Lehrers Immig ernst („Fortes Fortuna adiuvat“) und stürzten sich in die Arbeit.
Nun halten die Teilnehmer/innen die verdienten Urkunden in den Händen und als Sahnehäubchen erreichte sogar eine von ihnen die zweite Runde (wie es am FHG mittlerweile Tradition hat). Juliane Benning „durfte“ sich einer zweistündigen Biologieklausur stellen, die alle Neuronen forderte und die sie (man höre und staune) an einem Montagmorgen um 8.00 in Angriff nahm.

tl_files/fhg/faecher/bi/olympiade2014/Bio-Olympiade_2014.jpg(Von links nach rechts strahlen: Dilara Bozkurt, Jennifer Hoyer, Aurelia Stahl, Juliane Benning, Sophia Striebing, Viktoria Döring, Alexander Konschak, im Vordergrund: Oliver Parusel).

Bericht zum Landesseminar NRW der 22. Internationalen Biologie-Olympiade

Bayer-Schering-Pharma-AG Bergkamen

Preisträgerin Linda Krainitzki, Jg. 13

Zur Ehrung der vierzig besten Teilnehmer der zweiten Runde der 22. Internationalen Biologieolympiade wurden jene Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern am 18. Januar 2011 zu einem Seminar mit anschließender Feierstunde in das Werk der Bayer-Schering-Pharma-AG in Bergkamen eingeladen.

Nachdem sich alle Teilnehmer des Seminars im Foyer zusammengefunden hatten, begann das Programm um 10.30 Uhr mit einem Vortrag über die Analyse von Proteinnetzwerken von Frau Dr. Christina-Maria Hecker vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund. Mittels modernster technischer Verfahren lernen Forscher die Interaktion zwischen verschiedenen Proteinen innerhalb der Zelle zu verstehen, zu lokalisieren und zu nutzen. Die Pharmaindustrie ist nur ein Bereich, der von diesen Kenntnissen profitiert.
Im Anschluss begann um 11.15 Uhr ein Kurzvortrag von Frau Dr. Simone Kardinahl über die Produktion des Steroidhormons Cortison mithilfe eines filamentösen Pilzes. Dieser Zusammenhang bildete den Leitfaden für die darauf folgende Führung durch den Bereich der Mikrobiologie des Pharmawerkes. Bevor wir diesen Bereich betreten durften, mussten wir allerdings zuerst adäquate Schutzkleidung (Kittel, Schutzbrille und -helm) anlegen.
Die Führung war sehr eindrucksvoll. Man glaubt oft nicht, was für ein Aufwand für ein bestimmtes Medikament betrieben wird. Mit Frau Dr. Kardinahl verfolgten alle Schüler und Lehrer gemeinsam den Weg des ersten Ansatzes im Schüttelkolben, über die 200-Kubikmeter-Fermentern bis hin zum fertigen Rohstoff, der zur Weiterverarbeitung in andere Werke geschickt wird, um dort zum fertigen Medikament zu werden. Eineinhalb Stunden später trafen alle mehr oder weniger pünktlich beim Mittagsbuffet ein. Die Sponsoren der Veranstaltung hatten keine Kosten und Mühen gescheut, damit es uns, den Ehrengästen, an nichts mangelte.
Die Feierstunde begann um 14 Uhr im Seminarraum. Frau Dr. Kardinahl führte als "Moderatorin" durch die Veranstaltung.
Zunächst begrüßte uns der Leiter des Supply Centers Bergkamen, Herr Dr. Franz Josef Renneke. Er betonte, genau wir Frau Acht, Vertreterin der NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung, Frau Sylvia Löhrmann, die im Anschluss das Grußwort sprach, die Wichtigkeit des Interesses an den Naturwissenschaften, welches keine Selbstverständlichkeit ist. Umso mehr freute es alle, die "Wissenschaftler von morgen" so zahlreich versammelt zu sehen.
Die zwölf besten Teilnehmer der zweiten Runde hatten zu diesem Zeitpunkt bereits drei Tage harte Arbeit hinter sich. Sie haben ein Landesseminar absolviert, bei dem sie als Belohnung für ihre herausragende Leistung verschiedene Arbeitstechniken im Bayer-Schering-Werk selbst ausprobieren durften, zum Beispiel die Durchführung der Polymerase-Ketten-Reaktion mit anschließender Gelelektrophorese. Des Weiteren nahmen sie an verschiedenen Seminaren mit Versuchen zur Botanik und zur Zoologie teil. Sie stellten im Rahmen der Feierstunde ihre Impressionen mit einer Powerpoint-Präsentation und einem Kurzvortrag vor.
Danach hielt der Privatdozent Dr. Roman Thomas vom Max-Planck-Institut für neurobiologische Forschung, Köln, den ausführlichen Vortrag "Die Entschlüsselung des Humangenoms - ein Weg in die personalisierte Krebsmedizin".

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Schlussendlich wurden die Urkunden und Preise verliehen. Zu der Reihe der Buchpräsente erhielt jeder Teilnehmer unter anderem die aktuelle Ausgabe des "Linder Biologie" und "Deutsch fürs Leben - Was die Schule zu lehren vergaß" von Wolf Schneider.
Jeder Teilnehmer wurde mit Frau Acht fotografiert. Nach anschließenden Gruppenfotos der Teilnehmer und der Lehrer war die Veranstaltung offiziell beendet.
Ich persönlich bin sehr froh, an der Biologieolympiade teilgenommen zu haben und ich bin sehr stolz, in der zweiten Runde unter die vierzig Besten in Nordrhein-Westfalen gekommen zu sein. Das Landesseminar mit seinen Vorträgen und der Führung durch das Werk war für mich sehr interessant und aufschlussreich. Ich kann es jedem empfehlen, sich ebenfalls an der Biologieolympiade zu versuchen. Damit meine ich nicht nur Oberstufenschüler, sondern auch Schüler aus der Sekundarstufe I. Einige der Teilnehmer und sogar eine Teilnehmerin der zwölf Besten, die sich damit für die dritte Runde der Olympiade in Kiel qualifiziert haben, waren gerade erst 16. Jede der Runden ist eine anspruchsvolle Aufgabe, an der man wachsen kann. Und wer weiß? Vielleicht entdeckt der eine oder andere dabei seine persönliche Leidenschaft für Naturwissenschaften und für die Forschung.


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